Wasserwirtschaft und Küstenschutz auf Rügen – Wahlkreis 34

Thema 6 von 10 · Wahlkreis 34

Wasserwirtschaft, Küsten- und Hochwasserschutz

Trinkwasser, Küsten, Bodden und Landschaft brauchen langfristige Vorsorge.

Wasser verbindet viele Zukunftsfragen

Auf Rügen ist Wasser allgegenwärtig. Die Ostsee und die Bodden prägen Landschaft, Tourismus und Natur. Gleichzeitig benötigen Haushalte, Unternehmen und Landwirtschaft eine sichere Trinkwasserversorgung. Starkregen, Sturmfluten und Trockenperioden stellen unterschiedliche Anforderungen an Infrastruktur und Landschaft.

Dr. Sylva Rahm-Präger nennt Wasserwirtschaft und Küstenschutz ausdrücklich als politische Schwerpunkte ihrer Kandidatur 2026. Damit gehört dieses Thema zu den Bereichen, bei denen ein unmittelbarer persönlicher fachpolitischer Bezug aktuell belegt ist.

Infrastruktur: Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen ist für zentrale Teile der Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf Rügen zuständig. Solche Systeme müssen langfristig instand gehalten und an veränderte Anforderungen angepasst werden.

Trinkwasserversorgung trotz saisonaler Schwankungen

Tourismusregionen haben einen besonderen Wasserbedarf. Im Sommer leben zeitweise erheblich mehr Menschen auf der Insel als außerhalb der Saison. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung müssen deshalb nicht nur den durchschnittlichen Bedarf bewältigen, sondern saisonale Spitzen zuverlässig abfangen.

Gleichzeitig können längere Trockenperioden den Druck auf Wasserressourcen erhöhen. Vorsorge bedeutet deshalb, Grundwasserressourcen zu schützen, Infrastruktur instand zu halten und Wasser möglichst effizient zu nutzen. Dabei müssen Versorgungssicherheit, Landwirtschaft, Natur und wirtschaftliche Nutzung miteinander abgestimmt werden.

Küsten- und Hochwasserschutz

Sturmfluten sind an der Ostseeküste keine theoretische Gefahr. Küstenschutzanlagen und natürliche Küstenabschnitte schützen Siedlungen und Infrastruktur. Maßnahmen müssen langfristig geplant werden, weil Planung, Genehmigung und Bau erhebliche Zeit in Anspruch nehmen können.

Neben technischen Anlagen können natürliche Strukturen eine Rolle spielen. Dünen, Feuchtgebiete und andere Landschaftselemente können Wasser aufnehmen oder Küstenbereiche stabilisieren. Welche Maßnahme geeignet ist, hängt jedoch stark vom jeweiligen Standort ab.

Wasserrückhalt in der Landschaft

Eine weitere Frage ist, wie Wasser länger in der Landschaft gehalten werden kann. In Trockenzeiten kann Wasserrückhalt Böden, Landwirtschaft und Natur helfen. Gleichzeitig muss bei Starkregen ausreichend Raum für Wasser vorhanden sein. Entwässerungssysteme, Gewässerunterhaltung und Renaturierung müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Besonders anspruchsvoll ist der Umgang mit Niedermoorflächen. Änderungen des Wasserstandes können Klimaschutzwirkungen haben, verändern aber auch Nutzungsmöglichkeiten. Lösungen sollten deshalb nicht gegen die betroffenen Betriebe entwickelt werden, sondern gemeinsam mit Landwirtschaft, Wasserverbänden, Naturschutz und Kommunen.

Meeresschutz und Altlasten

Wasserpolitik endet nicht an der Küstenlinie. Die Ostsee ist Lebensraum und wirtschaftliche Grundlage. Schadstoffe und alte Munition in Meeresgebieten sind eine langfristige Belastung. Bergung und Entsorgung solcher Altlasten erfordern technische Spezialkenntnisse, erhebliche Finanzierung und Kooperation zwischen staatlichen Ebenen.

Auch Öl- und Schadstoffunfälle verlangen Vorsorge. Maritime Sicherheit umfasst deshalb geeignete Schiffe, Einsatzkonzepte und Zusammenarbeit der zuständigen Behörden. Prävention und schnelle Reaktion können Schäden für Natur, Fischerei und Tourismus begrenzen.

Wer bezahlt langfristige Vorsorge?

Wasser- und Küstenschutzprojekte sind häufig teuer und wirken über Jahrzehnte. Kleine Gemeinden können solche Aufgaben nicht allein finanzieren. Deshalb sind klare Zuständigkeiten und langfristige Fördermodelle wichtig. Investitionen sollten nicht erst beginnen, wenn Schäden bereits eingetreten sind.

Gleichzeitig müssen Gebühren und öffentliche Mittel nachvollziehbar eingesetzt werden. Die Bevölkerung braucht Transparenz darüber, welche Investitionen notwendig sind und welche Ebene verantwortlich ist.

Frage an Dr. Sylva Rahm-Präger

Welche Prioritäten setzen Sie für Trinkwasserversorgung, Wasserrückhalt, Küsten- und Hochwasserschutz sowie die Beseitigung maritimer Altlasten – und wie sollen Land, Kommunen, Wasserverbände und Bund die notwendigen Investitionen dauerhaft finanzieren?

FAQ: Wasser und Küstenschutz

Ist Wasserwirtschaft ein aktueller Schwerpunkt der Kandidatin?

Ja. Wasserwirtschaft und Küstenschutz werden auf der aktuellen SPD-Kandidatenseite ausdrücklich als Schwerpunkte genannt.

Warum ist Trinkwasser im Tourismusgebiet besonders relevant?

Der Bedarf schwankt saisonal stark. Die Infrastruktur muss auch Spitzen in stark besuchten Monaten sicher bewältigen.

Was bedeutet Wasserrückhalt?

Gemeint sind Maßnahmen, mit denen Wasser länger in Landschaft und Böden gehalten werden kann, statt möglichst schnell abgeführt zu werden.

Wer ist für Küstenschutz zuständig?

Zuständigkeiten unterscheiden sich je nach Anlage und Gebiet. Land, Kommunen und weitere Träger können beteiligt sein. Diese Seite behauptet keine pauschale Alleinzuständigkeit.

Warum gehören maritime Altlasten zum Thema?

Schadstoffe und alte Munition können Meeresökosysteme und maritime Nutzung langfristig belasten. Ihre Beseitigung ist eine Vorsorgeaufgabe.

Geprüfte Quellen

ZWAR – Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen

SPD Mecklenburg-Vorpommern – Kandidatur 2026

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