Gesundheit und Pflege im Wahlkreis 34 – Versorgung auf Rügen sichern

Thema 8 von 10 · Wahlkreis 34

Gesundheit, Pflege und Gesundheitswirtschaft vor Ort

Medizinische Versorgung muss für Menschen im Inselzentrum ebenso erreichbar sein wie für Einwohner kleinerer Gemeinden.

Gesundheit entscheidet sich an der Erreichbarkeit

Für Patientinnen und Patienten zählt weniger, welche Ebene formal zuständig ist, sondern ob Hilfe tatsächlich erreichbar ist. Hausärzte, Fachärzte, Krankenhaus, Pflegeberatung, ambulante Dienste, Apotheken und Präventionsangebote müssen zusammen funktionieren. Auf einer Insel mit ländlichen Orten und saisonal stark schwankender Bevölkerung ist das besonders anspruchsvoll.

Dr. Sylva Rahm-Präger nennt die Gesundheitswirtschaft ausdrücklich als Schwerpunkt ihrer Kandidatur 2026. Der Landtag führt sie außerdem als Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Regionale Kreisläufe, Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft. Damit besteht ein aktuell belegter fachpolitischer Bezug.

Aktuell: Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat 2026 eine Strategie zur Gesundheitsförderung und Prävention veröffentlicht. Über ein landkreisweites Projekt wurden mit 250.000 Euro Strukturen aufgebaut und bestehende Angebote stärker vernetzt.

Bergen als wichtiger Versorgungsstandort

Bergen auf Rügen besitzt für den gesamten Wahlkreis eine zentrale Funktion. Dort befindet sich das Sana-Krankenhaus Rügen. Für viele Menschen aus kleineren Gemeinden ist Bergen deshalb ein wichtiger medizinischer Anlaufpunkt. Die Erreichbarkeit des Standortes hängt wiederum mit öffentlichem Verkehr und Straßeninfrastruktur zusammen.

Krankenhäuser stehen deutschlandweit unter erheblichem Veränderungsdruck. Für eine Inselregion ist entscheidend, dass die tatsächlichen Wege und saisonalen Besonderheiten bei Versorgungsplanung berücksichtigt werden. Eine rein mathematische Betrachtung von Einwohnerzahlen kann die zeitweise deutlich höhere Bevölkerungszahl in touristischen Regionen unzureichend abbilden.

Pflegeberatung und Unterstützung für Angehörige

Pflege betrifft nicht nur Pflegebedürftige, sondern ganze Familien. Angehörige müssen Leistungen organisieren, Anträge verstehen und geeignete Angebote finden. Unabhängige Beratung kann helfen, passende Unterstützung zu finden. Für ältere Menschen in ländlichen Gemeinden ist es wichtig, dass Beratung nicht ausschließlich digital verfügbar ist.

Auch ambulante Pflege benötigt funktionierende Verkehrswege und genügend Personal. Lange Fahrzeiten zwischen einzelnen Haushalten erschweren die Versorgung. Deshalb hängen Pflegepolitik, Fachkräftepolitik und regionale Struktur eng zusammen.

Fachkräfte für Gesundheit und Pflege

Die Gesundheitswirtschaft bietet ganzjährige Arbeitsplätze und ist deshalb auch wirtschaftspolitisch interessant. Gleichzeitig konkurrieren Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen um qualifiziertes Personal. Fachkräftegewinnung hängt nicht nur von Gehalt und Arbeitsbedingungen ab. Wohnraum, Kinderbetreuung, Schulen und Lebensqualität spielen ebenfalls eine Rolle.

Ausbildung in der Region kann helfen, junge Menschen früh an Arbeitgeber zu binden. Gleichzeitig sollte Weiterbildung erleichtert werden. Auch Rückkehrer und Fachkräfte aus anderen Regionen benötigen gute Rahmenbedingungen.

Prävention vor Behandlung

Gesundheitspolitik beginnt nicht erst im Krankenhaus. Bewegung, Ernährung, soziale Kontakte und frühzeitige Beratung können Gesundheit erhalten. Kommunale Präventionsangebote können Schulen, Kitas, Vereine, Betriebe und ältere Menschen erreichen. Der Landkreis verfolgt mit seiner veröffentlichten Strategie genau einen solchen strukturellen Ansatz.

Prävention ersetzt keine medizinische Behandlung, kann sie aber ergänzen. Besonders wirkungsvoll ist sie, wenn Angebote leicht zugänglich sind und unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen.

Digitalisierung sinnvoll einsetzen

Telemedizin und digitale Termin- oder Beratungsangebote können Wege reduzieren. Sie sind jedoch kein vollständiger Ersatz für persönliche Behandlung. Digitale Lösungen müssen außerdem so gestaltet sein, dass ältere Menschen oder Personen ohne gute Internetverbindung nicht ausgeschlossen werden.

In einer ländlich geprägten Region können telemedizinische Ergänzungen besonders sinnvoll sein, wenn sie mit lokalen Praxen und medizinischen Einrichtungen verknüpft werden. Voraussetzung sind stabile digitale Netze und klare Datenschutzstandards.

Frage an Dr. Sylva Rahm-Präger

Welche konkreten Schritte unterstützen Sie, damit medizinische Versorgung, Pflege, Prävention und Beratung im gesamten Wahlkreis erreichbar bleiben – und wie soll die Gesundheitswirtschaft zugleich als Bereich für Ausbildung, Fachkräfte und ganzjährige Arbeitsplätze gestärkt werden?

FAQ: Gesundheit und Pflege

Ist Gesundheitswirtschaft ein aktueller Schwerpunkt?

Ja. Die SPD Mecklenburg-Vorpommern nennt die Gesundheitswirtschaft ausdrücklich als Schwerpunkt Dr. Sylva Rahm-Prägers.

Welche Rolle spielt Bergen?

Bergen ist ein zentraler Versorgungsstandort und Standort des Sana-Krankenhauses Rügen.

Was umfasst Prävention?

Dazu gehören Maßnahmen, die Gesundheit fördern und Erkrankungsrisiken senken können, etwa Bewegung, Ernährung, Beratung und kommunale Gesundheitsangebote.

Kann Telemedizin Arztpraxen ersetzen?

Nein. Digitale Angebote können Versorgung ergänzen und Wege reduzieren, ersetzen aber nicht jede persönliche Untersuchung oder Behandlung.

Warum gehört Wohnen zur Fachkräftesicherung?

Gesundheits- und Pflegekräfte benötigen bezahlbaren Wohnraum und verlässliche Alltagsinfrastruktur, wenn sie dauerhaft in der Region arbeiten sollen.

Geprüfte Quellen

Landkreis Vorpommern-Rügen – Gesundheitsförderung und Prävention

Sana-Krankenhaus Rügen

Landtag Mecklenburg-Vorpommern – Dr. Sylva Rahm-Präger

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