Landwirtschaft, Fischerei und regionale Lebensmittel auf Rügen

Thema 5 von 10 · Wahlkreis 34

Landwirtschaft, Fischerei und regionale Lebensmittelketten

Vom Feld und vom Wasser bis auf den Teller: Wie bleibt mehr Wertschöpfung in der Region?

Landwirtschaft prägt Rügen wirtschaftlich und landschaftlich

Landwirtschaft ist im Wahlkreis nicht nur ein Wirtschaftszweig. Bewirtschaftete Flächen prägen das Landschaftsbild, beeinflussen Böden und Wasserhaushalt und liefern Lebensmittel. Gleichzeitig stehen Betriebe unter wirtschaftlichem Druck und müssen zahlreiche Anforderungen aus Umwelt-, Tier-, Förder- und Lebensmittelrecht erfüllen.

Dr. Sylva Rahm-Präger nennt Landwirtschaft ausdrücklich als Schwerpunkt ihrer Kandidatur 2026. Ihre Ausbildung als Diplom-Agraringenieurin und ihre Promotion in den Agrarwissenschaften sind ebenso dokumentiert wie ihre langjährige Tätigkeit in der Lebensmittelwirtschaft. Damit besteht ein klar belegter fachlicher Zusammenhang zwischen Kandidatin und Thema.

Belegt: Landwirtschaft gehört zu ihren ausdrücklich veröffentlichten Schwerpunkten. Diese Seite unterscheidet dennoch zwischen belegten fachlichen Positionen und konkreten Fragen für die nächste Wahlperiode.

Regionale Lebensmittelketten schaffen zusätzliche Wertschöpfung

Ein landwirtschaftliches Produkt kann die Region nach der Ernte oder Erzeugung schnell verlassen. Dann findet ein großer Teil der Weiterverarbeitung anderswo statt. Bleiben Verarbeitung, Verpackung, Vermarktung und Verkauf dagegen in der Region, entstehen zusätzliche wirtschaftliche Effekte. Genau hier liegt das Potenzial regionaler Lebensmittelketten.

Für Rügen ergeben sich durch den Tourismus besondere Absatzmöglichkeiten. Gastronomie, Hotels, Einzelhandel und Veranstaltungen können regionale Produkte sichtbar machen. Dabei muss Regionalität mehr sein als Werbung. Herkunft, Qualität und tatsächliche Verarbeitung sollten nachvollziehbar sein.

Öffentliche und gemeinschaftliche Verpflegung

Auch Schulen, Kitas, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen benötigen täglich Lebensmittel. Regionale Produkte können dort eine größere Rolle spielen, wenn Mengen, Qualität, Lieferfähigkeit und rechtliche Vergabebedingungen zusammenpassen. Für kleine Betriebe kann es schwierig sein, große Ausschreibungen allein zu bedienen. Kooperationen und geeignete Losgrößen können deshalb relevant sein.

Eine stärkere regionale Versorgung kann zugleich Transportwege verkürzen und das Wissen über Herkunft von Lebensmitteln verbessern. Sie darf jedoch nicht mit unrealistischen Preisvorstellungen verbunden werden. Landwirtschaft und Verarbeitung müssen wirtschaftlich arbeiten können.

Fischerei als Wirtschaft und Kulturerbe

Küstenfischerei gehört historisch zu Rügen. Heute steht sie vor erheblichen wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen. Fangmöglichkeiten, Bestände, Kosten, Altersstruktur und Absatzbedingungen beeinflussen die Zukunft der Betriebe. Gleichzeitig prägt Fischerei Häfen und regionale Identität.

Eine Zukunftsperspektive kann darin liegen, hochwertige regionale Produkte stärker direkt zu vermarkten und Verarbeitung sowie Gastronomie enger zu verbinden. Das ersetzt jedoch keine tragfähigen fischereipolitischen Rahmenbedingungen. Wo Fangmöglichkeiten aus ökologischen Gründen eingeschränkt werden, müssen die Folgen für Betriebe und Küstenorte mitgedacht werden.

Ökologische Leistungen sichtbar machen

Landwirtschaft wird zunehmend auch daran gemessen, welche Leistungen sie für Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima erbringt. Wenn Betriebe zusätzliche ökologische Leistungen übernehmen, stellt sich die Frage nach einer angemessenen Finanzierung. Förderprogramme sollten nachvollziehbar sein und langfristige Planung ermöglichen.

Bei Niedermoorböden wird besonders deutlich, wie Landwirtschaft und Klimaschutz ineinandergreifen. Veränderungen im Wasserstand können Klimawirkungen beeinflussen, verändern aber zugleich die landwirtschaftliche Nutzbarkeit. Lösungen brauchen deshalb fachliche Planung und wirtschaftliche Perspektiven für Betriebe.

Junge Menschen und Hofnachfolge

Auch in der Landwirtschaft ist Unternehmensnachfolge ein Zukunftsthema. Junge Menschen übernehmen Verantwortung nur dann, wenn Betriebe wirtschaftliche Perspektiven besitzen. Zugang zu Flächen, Investitionskosten und bürokratische Anforderungen spielen dabei eine Rolle. Gleichzeitig eröffnen neue Produktionsformen, Direktvermarktung, ökologische Landwirtschaft und Verarbeitung Chancen.

Frage an Dr. Sylva Rahm-Präger

Wie wollen Sie Landwirtschaft, Küstenfischerei, Verarbeitung und regionale Vermarktung so miteinander verbinden, dass mehr Einkommen bei den Betrieben im Wahlkreis bleibt, regionale Lebensmittel häufiger vor Ort genutzt werden und ökologische Leistungen verlässlich honoriert werden?

FAQ: Landwirtschaft und Fischerei

Ist Landwirtschaft ein aktueller Schwerpunkt der Kandidatin?

Ja. Die SPD Mecklenburg-Vorpommern nennt Landwirtschaft ausdrücklich unter den Schwerpunkten Dr. Sylva Rahm-Prägers für 2026.

Was bedeutet regionale Lebensmittelkette?

Gemeint ist die Verbindung von Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung und Verkauf innerhalb oder möglichst nahe der Region.

Warum gehört Gastronomie dazu?

Der Tourismus erzeugt eine große Nachfrage nach Lebensmitteln. Regionale Produkte können dadurch zusätzliche Absatzmöglichkeiten erhalten.

Was bedeutet Honorierung ökologischer Leistungen?

Wenn Betriebe Leistungen für Natur-, Boden-, Wasser- oder Klimaschutz erbringen, können Förder- und Vergütungssysteme dafür einen finanziellen Ausgleich vorsehen.

Wird hier eine bestimmte Förderung versprochen?

Nein. Die Seite formuliert politische Handlungsfelder und eine Frage an die Kandidatin, ohne ein nicht belegtes Förderversprechen zu erfinden.

Geprüfte Quellen

SPD Mecklenburg-Vorpommern – Schwerpunkte Dr. Sylva Rahm-Präger

Landtag Mecklenburg-Vorpommern – beruflicher Hintergrund

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